Dr.med.univ. Elisabeth Hartung

Fachärztin f. Innere Medizin, Hausärztin

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Information zur Grippe-Impfung

Allgemeines zur Grippe-Imfpung

Die echte Virusgrippe (Influenza)ist eine ernstzunehmende Infektion. Sie beginnt typischerweise mit hohem Fieber und starkem Krankehtsgefühl mit Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen sowie trockenem Husten. Die hoch ansteckenden Grippeviren werden durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung allen Menschen, die bei einer Infektion ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben. Dazu gehören Menschen über 60 Jahre; Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Grundleiden; Menschen mit (erworbenen) Immundefekten; Schwangere, die während der Grippesaison schwanger sind; Bewohner von Alten- und Pflegeheimen; sowie alle Personen die durch Kontakt mit vielen Menschen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben oder gefährdete Personen anstecken könnten.
Der Höhepunkt der Grippesaison tritt erfahrungsgemäß um den Jahreswechsel ein. Damit Sie ausreichend geschützt sind, ist der ideale Zeitpunkt für die Grippeimpfung im Oktober und November. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin für Ihre Grippeimpfung!

Tel.: 08178-90 78 20

Wann sollte die Impfung stattfinden?

Idealerweise ist eine Impfung zwischen Oktober und November. Denn es dauert erfahrungsgemäß zirka zwei Wochen, bis sich der volle Impfschutz aufgebaut hat. Im Dezember kann bereits die erste Grippewelle anrollen – auch wenn dies oft bis Januar dauert. Nehmen Sie den Impftermin im Herbst wahr, hält die Impfung in aller Regel über die gesamte Grippesaison an. Sie können sich natürlich auch noch später impfen lassen. Allerdings sollten Sie lieber nicht bis Januar oder Februar warten.

Weshalb ist jedes Jahr eine erneute Impfung nötig?

Influenzaviren können leicht ihre Oberfläche verändern. Dadurch tarnt sich der "alte Bekannte" als vermeintlich "neuer" Eindringling, auf den das Immunsystem erst nach komplexen Abläufen im Körper reagieren kann. Zudem gibt es verschiedene Virenstämme, die sich in einem Jahr unterschiedlich stark ausbreiten können. Die zuständigen Behörden entscheiden dementsprechend, wie sich der Grippeimpfstoff im aktuellen Jahr idealerweise zusammensetzt.

Grippe trotz Impfung: Ist das möglich?

Ja, Leider. Die Grippeimpfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz. Gründe hierfür können sein: Ein sich plötzlich ausbreitender Grippevirus, vor dem die Impfung nicht schützt. Oder Sie bekommen die Grippe, bevor der Impfschutz voll aufgebaut ist, also kurz nach der Impfung. Zudem ist es möglich, dass Sie auf die Impfung unzureichend ansprechen.

Wie gut wirkt die Grippeimpfung bei älteren Menschen?

Das Immunsystem von alten Menschen arbeitet weniger effektiv als das von jüngeren. Deshalb kann es sein, dass die Impfung bei Älteren teilweise nicht so gut anschlägt. Trotzdem empfiehlt die Ständige Impfkommission genau ihnen die Impfung. Der Grund hierfür: Erkranken geimpfte ältere Patienten trotzdem an Influenza, verläuft die Infektion häufig milder. Vor allem für Hochbetagte ist das wichtig, da bei ihnen die Grippe zu schweren Komplikationen führen kann. Ein Beispiel: Es entwickelt sich parallel zur Virusgrippe eine Lungenentzündung, die den Betroffenen im schlimmsten Fall das Leben kosten kann.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Nachdem der Arzt die Impfung verabreicht hat, kann sich die Einstichstelle röten, schmerzen und leicht anschwellen. Es können auch Symptome wie Müdigkeit, Gliederschmerzen und Frösteln auftreten. Die Beschwerden verschwinden normalerweise nach ein bis zwei Tagen wieder. Auch wenn mancher bei solchen Krankheitszeichen vermutet, er könne durch die Impfung die Grippe bekommen, liegt er nach Expertenmeinung falsch. Der Impfstoff besteht aus Bruchstücken von abgetöteten Viren, die keine Erkrankung mehr hervorrufen können.

Wann sollte man sich nicht impfen lassen?

Haben Sie eine Erkältung, Fieber oder einen anderen akuten Infekt, sollten Sie eventuell warten und sich besser erst impfen lassen, wenn Sie wieder gesund sind. Besprechen Sie dies im Einzelfall aber mit dem Arzt. Wer gegen bestimmte Bestandteile von Grippeimpfstoffen, zum Beispiel Hühnereiweiß, allergisch ist, sollte nach einer Alternative fragen. Gesunden Schwangeren empfiehlt die STIKO, den Impftermin erst ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel wahrzunehmen. Bei werdenden Mütter mit einem chronischen Leiden wie Diabetes kann die Impfung schon früher sinnvoll sein.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Für diejenigen, für die die Grippeimpfung empfohlen wird, tragen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Wer privat versichert ist, für den gelten ähnliche Regelungen. Klären Sie dies sicherheitshalber im Vorfeld mit Ihrem Versicherer.